Auktionshaus Demessieur

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Kat.-Nr.: 10

10
Limit-Preis
100000 €
Verkaufs-Preis
503000 €

Beschreibung

David Roentgen und Peter Kinzing. Kinzing wurde am 21. Dezember 1745 in Neuwied geboren und verstarb in Mannheim im Januar 1816. Er erlangte Berühmtheit durch seine Zusammenarbeit mit der Manufaktur Abraham und David Roentgen. Obeliskstanduhr, um 1785. Korpus aus Tujawurzelholz, vergoldete Bronze, teilweise versilberte Messing- und Stahlelemente. Gerade Sockelung mit risalitähnlich vorgelagerter Mittelpartie. Darauf aufsitzend trapezförmiger Korpus (obeliskartig). In der Front hochrechteckige, mit Kannelierung versehene Tür. Diese ist leicht vorgelagert und nimmt somit die Formvorgabe des Sockels auf. Sie endet unmittelbar unter dem Ziffernblatt, welches von einer quadratischen Rahmung, die Bronzerosetten in den Ecken zeigt, verziert ist. Das Ziffernblatt weist einen doppelseitigen Zeiger auf. Der lineare Korpus wird von einer ovalen Platte bedeckt, die an den Gehäuseecken von vergoldeten Urnen begleitet wird. Eine mittig platzierte Miniaturbüste auf hoher Sockelung schließt die Komposition ab. Die Technik des Uhrwerks folgt den Innovationen Benjamin Franklins, die durch Peter Kinzing perfektioniert wurden. Die Signatur beider Werkstätten findet sich auf dem Ziffernblatt. H.: 190,4 cm, B.: 53,8 cm, T.: 13,3 cm. Provenienz: Sotheby´s Zürich, 13. November 1979, Lot 31A, Sotheby´s Monaco, 14-15 Juni 1981, Lot 92 an Dalva Brothers, Inc. New York, Sotheby´s New York 1. November 1997. Leihgabe an das Metropolitan Museum of Art, New York zur Ausstellung „Extravagant Inventions. The Princely Furniture of the Roentgens“ vom 29. Oktober 2012 bis zum 27. Januar 2013. Vgl. Greber I und II, 1980, S. 252, Abb. 733-734. Roentgen verkaufte diverse Uhren dieses Typus nach Russland. Dort befindet sich auch heute noch ein Exemplar in der Sammlung von Schloß Pavlovsk.